Dienstag, 12. August 2014

Manchmal kommen sie wieder...

Es zieht einen Täter immer wieder an den Tatort zurück, so heißt es, und auch so mancher Blogger kehrt nach längerer Abstinenz unweigerlich zurück, weil er ohne das Schreiben an aktuter Hirnverstopfung zugrunde gehen würde, was schade wäre. Für den, der so elend zugrunde geht.


http://aprilwetterkapriolen.blogspot.de/



Aprilwetterkapriolen
It's just another Diary-Blog. 
Ärmer an Mode, Kosmetik und Produkttests,
dafür reicher an Irr-, Wirr- und Blödsinn und texthaltiger als je zuvor.
Textallergikern wird vom Besuch der Seite abgeraten!
Ernsthaft... ;)

Dienstag, 25. Februar 2014

...

Nanu? Ein Post? Hier? Liegt das Blog nicht eigentlich im Dornröschenschlaf? Ja. Tut es. Aber hier erreiche ich mehr Leser und das ist mir in diesem speziellen Fall wichtig.

Freitag, 7. Februar 2014

[2] Astrologie ist... Humbug?

[1] Astrologie ist Humbug...

Da sitze ich nun mit meiner astrologischen Persönlichkeitsanalyse und meine Überzeugung gerät mächtig ins Wanken. Astrologie ist doch Humbug. Logisch. Totaler Schwachsinn. Oder?! Aber wie kann mir dann jemand, der mich nicht kennt, gewissermaßen nach dem Erstkontakt, bei dem ich nur die Eckdaten (Name, Geburtstag - Zeit und Ort) verraten habe, so den Spiegel vorhalten?! Da stehen Sachen drin, die ich mir selbst kaum eingestehe und geht weit hinaus über das, was man anhand von Sternzeichen (Stier) und Aszendent (Waage) zusammenzimmern kann. Beispiele gefällig?

[1] Astrologie ist Humbug...

Es ist schon erstaunlich, wie mich dieses noch recht junge Jahr dazu auffordert, alte Überzeugungen radikal über Bord zu werfen. Bisher dran glauben mussten: "Homöopathie ist der größte Schwachsinn - damit befasse ich mich nie" und "Vinyasa Yoga ist doof, das ist nichts für mich". Tja, nun habe ich Homöopathie und Vinyasa in mein Leben integriert und es geht mir sehr gut damit. Und kaum, dass ich diese Gedankenumschwünge verkraftet habe, geht es der nächsten Überzeugung an den Kragen, die da heißt: "Astrologie ist totaler Humbug".

Es ist schon ein bisschen tragisch, da erzählen reihenweise Psychobücher die Geschichte über die lange Suche nach mir selbst und den Versuch, mich eben so anzunehmen, wie ich bin. Wobei... wie bin ich eigentlich und vor allem wer?! Die letzen Jahre waren ein einziges "Warum?!" Warum ticke ich so, wie ich ticke? Warum fühle ich mich manchmal so zerrissen und verspüre Bedürfnisse, die so weit auseinanderliegen, dass ich sie einfach nicht unter einen Hut bringen kann? Warum raste ich aus, wenn mich jemand auch nur ein bisschen vereinnahmen möchte und warum treibt mich alles, was meine innere und äußere Unabhängigkeit auch nur ansatzweise einschränkt, so derart zur Weißglut?! Was ist denn da kaputt und warum?!

Donnerstag, 30. Januar 2014

Strike!


Anfang Oktober 2013: Bin ein seelisches Wrack und ein heulendes Elend. Seit Monaten ängstlich, antriebslos, depressiv, überhaupt nicht mehr ich selbst. Interessiere mich für nichts mehr, kann nicht mal mehr richtig lachen und stehe völlig  neben mir. Dazu müde, schlapp, aufgequollen, gewissermaßen in einem nie enden wollenden PMS steckend und auf der Waage mittlerweile bei 69kg angekommen, die wie Blei an mir kleben und allen Ernährungsumstellungen und sportlichen Ambitionen trotzen. Meine lockeren Lieblingsjeans sitzen langsam stramm und der aufgetriebene Bauch verleiht mir die Silhouette einer Schwangeren. Ich fühle mich mit mir und in mir überhaupt nicht mehr wohl. Es folgte der unvergessliche Besuch bei der Gyn mit folgendem "Ergebnis".

Samstag, 4. Januar 2014

Es war einmal und ist nicht mehr...

Wie ich bereits erwähnte, ist derzeit alles im Fluss - auch seelisch. Oder um es anders zu sagen: Ich leider derzeit an heftigem Seelenschluckauf. Und nachdem ich mich jahrelang damit betätigt habe, mit Buddeleimer und Schäufelchen im Sand zu sitzen, um meine um mich herum gebaute Festung - abzüglich einiger Schießscharten - noch ein wenig angriffssicherer zu machen und auch die letzten Lücken fein säuberlich zu verstopfen, ist es nun an der Zeit, die Arbeit der letzten Jahrzehnte... nun ja... als das anzuerkennen, was sie mittlerweile nicht mehr ist: zielführend. Ich bin gewissermaßen der Mafiosi, der seine Stiefelchen selbst schön mit Beton ausgießt, um dann darin über das Wasser zu laufen.

Ein elementarer Akt der Psychohygiene, der für das Beseitigen des Seelenschluckaufs zwingend nötig ist, ist das Vergeben und nachdem ich mich in den letzten Jahren viel mit diesem Thema beschäftigt habe und ein ums andere Mal verzweifelt bin, landete ich wieder mal bei Clarissa Pinkola Estés. In "Die Wolfsfrau" wird das Vergeben in vier Stadien unterteilt:

Freitag, 3. Januar 2014

Alles im Fluss...

Neues Jahr und ein schöner Zeitpunkt, um eine immer wieder auftretende Behauptung aus dem Weg zu räumen: Naturheilmittel sind ja so sanft und haben keine Nebenwirkungen. Mhm.... is klar. Nehmen wir mal das Hirtentäschelkraut, ultimative Blutstillerin in der Volksmedizin. Wird sehr gerne bei einer zu starken Menstruation, wie sie bei Myomkandidatinnen ja gerne mal vorkommt, empfohlen. [Zartbesaitete lesen jetzt bitte nicht weiter.] Ich habe ein Myom, von dem ich noch nicht so lange was weiß, und empfand die Blutung bisher "nur" als recht stark und nicht als gruselig. Drei Monate später - interessanterweise auch der Zeitpunkt, an dem seelisch massiv was in Bewegung gerät und sich nicht mehr "verstopft" oder blockiert anfühlt - wurde aus "recht stark" ein "jetzt habe ich doch ein bisschen Angst davor". Denn wenn ich den Dingen ihren Lauf ließe, würde ich in den ersten 24 Stunden trotz doppelter Absicherung nach drei Stunden aussehen, wie ein Requisit aus "Nightmare on Elm Street" - selbstverständlich, nachdem Freddy vorbeigeschaut hat. Klare Sache: Ich musste das blutstillende Wunderkraut ausprobieren. Ich misstraute meinem Bauchgefühl, das mir sagte: "Das Hirtentäschel-Zeug riecht widerlich und es schmeckt so abartig, dass du es nur runterbekommst, wenn du die Luft anhältst... LASS DIE FINGER DAVON!". Aber nein... scheiß auf das Bauchgefühl. Überall stehen gar wundersame Dinge über das Zeug, also rein damit. 

Dienstag, 31. Dezember 2013

Die Angst vor der Angst...

Warum ein Jahr immer nur mit neuen Vorsätzen beginnen und stattdessen nicht einfach mal alte Ängste und unschöne Verhaltensweisen ablegen? Zeit wäre es... Mittlerweile spielt sich in meinem Inneren nämlich erstaunliches ab: Ich habe Angst vor der Angst. Weil ich fest davon überzeugt bin, dass ich genau das in mein Leben ziehe, worauf ich mich fokussiere... positiv und negativ. Leider ist die positive Wunschmalerei derzeit dabei, einer latent im Hintergrund ablaufenden Schwarzmalerei zu weichen. Sobald ich das bewusst registriere, knalle ich den Schreckensszenarien selbstverständlich ein imaginäres Stoppschild vor den Latz. Dummerweise registriere ich die Schwarzmalerei jedoch oft erst, wenn sie schon mitten im Gange ist. Und das macht mir Angst und so langsam merke ich auch, dass ich ... nicht mehr ganz rund laufe. 

Nachdem es in den vergangenen Monaten heftig auf verschiedenen Ebenen in mir arbeitete, flogen mir vermehrt kleine Querschläger um die Ohren, die mich gelegentlich völlig unangemessen reagieren ließen. Vorläufiger Höhepunkt: Der Mann ließ gestern beim Einkauf verlauten, dass er Kopfweh habe... und ich hätte am liebsten angefangen zu heulen. Mitten im Supermarkt! Gut, es ist lästig, wenn frau dem Angetrauten, der seit jeher ein wenig hypochondrisch unterwegs ist, über die Jahre hinweg immer wieder versichern muss, dass das fiese Zwicken hier oder dort bestimmt nur eine Muskelverhärtung ist, die nicht tödlich verlaufen wird und von zu wenig Sport und zu viel PC-Arbeit herrührt, aber diese Reaktion war selbst für mich ungewöhnlich. Normalerweise umfasst mein Verhaltensrepertoire da irgendwas zwischen verständnisvoll bis genervt. Nicht hysterisch. Im Kopf klickerte es "Oho, klein Adlerauge, sei wachsam. Du steuerst da mitten in eine richtig fette Krise rein und die Schlaflosigkeit der letzten Wochen hat dich dünnnervig und dünnhäutig werden lassen."Abends im Bad dann aus bewölktem Himmel ein Heulflash. Einfach so. Und da ploppte sie völlig unvermittelt auf, eine der größten Ängste meines Lebens, die ich als solche noch nie richtig benannt hatte: die Verlustangst. 

[Achtung: Dies ist kein stimmungsaufhellender Post. Wer seelisch gerade ein wenig instabil unterwegs ist, liest besser anderswo weiter. ;) ]