Dienstag, 12. August 2014

Manchmal kommen sie wieder...

Es zieht einen Täter immer wieder an den Tatort zurück, so heißt es, und auch so mancher Blogger kehrt nach längerer Abstinenz unweigerlich zurück, weil er ohne das Schreiben an aktuter Hirnverstopfung zugrunde gehen würde, was schade wäre. Für den, der so elend zugrunde geht.

Dienstag, 25. Februar 2014

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Nanu? Ein Post? Hier? Liegt das Blog nicht eigentlich im Dornröschenschlaf? Ja. Tut es. Aber hier erreiche ich mehr Leser und das ist mir in diesem speziellen Fall wichtig.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Strike!


Anfang Oktober 2013: Bin ein seelisches Wrack und ein heulendes Elend. Seit Monaten ängstlich, antriebslos, depressiv, überhaupt nicht mehr ich selbst. Interessiere mich für nichts mehr, kann nicht mal mehr richtig lachen und stehe völlig  neben mir. Dazu müde, schlapp, aufgequollen, gewissermaßen in einem nie enden wollenden PMS steckend. Und  auf der Waage mittlerweile bei deutlich über 69kg angekommen, die wie Blei an mir kleben und allen Ernährungsumstellungen und sportlichen Ambitionen trotzen. Meine lockeren Lieblingsjeans sitzen langsam stramm und der aufgetriebene Bauch verleiht mir die Silhouette einer Schwangeren. Ich fühle mich mit mir und in mir überhaupt nicht mehr wohl. Es folgte der unvergessliche Besuch bei der Gyn mit folgendem "Ergebnis". Habe danach erstmal ein bisschen rumgeheult und mich im Zeitraffer altern und direkt in die Wechseljahre schlittern sehen. Mit 41. Schön bescheuert... Nachdem mir der Mann glaubhaft versichert hat, dass er mich auch als alte Vettel noch lieben würde, habe ich ihn nicht der Lüge bezichtigt, sondern einfach mal dankbar nach diesem Strohhalm gegriffen. Und dann gelesen. Viel gelesen. Sehr viel. Und entsprechend gehandelt.

Freitag, 3. Januar 2014

Alles im Fluss...

Neues Jahr und ein schöner Zeitpunkt, um eine immer wieder auftretende Behauptung aus dem Weg zu räumen: Naturheilmittel sind ja so sanft und haben keine Nebenwirkungen. Mhm.... is klar. Nehmen wir mal das Hirtentäschelkraut, ultimative Blutstillerin in der Volksmedizin. Wird sehr gerne bei einer zu starken Menstruation, wie sie bei Myomkandidatinnen ja gerne mal vorkommt, empfohlen. [Zartbesaitete lesen jetzt bitte nicht weiter.] Ich habe ein Myom, von dem ich noch nicht so lange was weiß, und empfand die Blutung bisher "nur" als recht stark und nicht als gruselig. Drei Monate später - interessanterweise auch der Zeitpunkt, an dem seelisch massiv was in Bewegung gerät und sich nicht mehr "verstopft" oder blockiert anfühlt - wurde aus "recht stark" ein "jetzt habe ich doch ein bisschen Angst davor". Denn wenn ich den Dingen ihren Lauf ließe, würde ich in den ersten 24 Stunden trotz doppelter Absicherung nach drei Stunden aussehen, wie ein Requisit aus "Nightmare on Elm Street" - selbstverständlich, nachdem Freddy vorbeigeschaut hat. Klare Sache: Ich musste das blutstillende Wunderkraut ausprobieren. Ich misstraute meinem Bauchgefühl, das mir sagte: "Das Hirtentäschel-Zeug riecht widerlich und es schmeckt so abartig, dass du es nur runterbekommst, wenn du die Luft anhältst... LASS DIE FINGER DAVON!". Aber nein... scheiß auf das Bauchgefühl. Überall stehen gar wundersame Dinge über das Zeug, also rein damit. 

Donnerstag, 31. Oktober 2013

{Wunderland} Bridget Jones ist tot...

Doppelter Genickbruch. Da wäre zum einen Helen Fielding, die die Story tötet. [SpoilerKlick]. Und zum anderen Renée Zellweger, die Bridget tötet, indem sie ihr einfach ein neues Gesicht verpasst: [GruselKlick]. Und so komme ich, die sich total auf die Fortsetzung von "Bridget Jones - Mad about the boy" gefreut hat, leider nicht umhin, aufgrund der neuen Informationslage folgendes Fazit zu ziehen: Für mich ist Bridget Jones tot. Zumindest die Bridget, die ich "kenne" und liebe. Das stets ein wenig derangiert aussehende Trampelchen mit verbaler Inkontinenz und einem suboptimalen Händchen für die eigenen Klamotten. Die Bridget, die uns vom "Tu dies und sei so"-Wahn zermürbten Frauen cineastisch eine kleine Atempause verschaffte, zwischen all den atemberaubenden Leinwandbeautys, die morgens so aus dem Ei gepellt aus dem Filmbett steigen, wie es bei  mir höchstens nach zwei Stunden knallharter Arbeit vor diversen Spiegeln möglich ist.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Diese übersexualisierte Welt geht mir auf den Sack...

Dieses Thema ist schwierig. Sehr schwierig. Es nüchtern zu besprechen ist gar nicht so leicht, denn wer sich daran stört, wird gerne in die Schublade verbannt, in der bereits so unschöne Etiketten wie "spießig", "verklemmt", "vertrocknet" oder  "Emanze" auf ihren Einsatz warten. Nun gut. Ich tu's trotzdem - auch darum, weil die Frage im Vorpost auftauchte - nichts desto trotz fühle ich mich bemüßigt, vorher erklärend einiges zu Protokoll zu geben: Ich besitze weder Gesundheitslatschen noch selbstgestrickte Socken. Wobei, halt... ein Paar habe ich doch, die waren aber ein Geschenk, weswegen man mir daraus keinen Strick drehen kann. Ich schminke mich, färbe meine Haare, liebe Absatzstiefel sowie 'Sex and the city' und 'Ally McBeal' und habe Spaß an der schönsten Nebensache der Welt und trotzdem... nun ja... wie sage ich's... am besten frei raus: Also... diese übersexualisierte Welt... die geht mir auf den Sack. Es nervt mich. Ist mir zu viel und mittlerweile bewirkt es eher das Gegenteil, führt also zu Desinteresse und einer gewissen Abstumpfung - was immer noch das geringere Übel ist. Mal ehrlich... wenn man(n) sich in diesen Zeiten von jeder eindeutig zweideutigen Darstellung angemacht fühlt, da läuft doch nicht mehr viel. Klar denken und mit kühlem Kopf entscheiden? Arbeiten?! Entspannt über die neue Wohnzimmereinrichtung diskutieren, ohne dabei im Hinterkopf zu haben 'Auf dem Tisch könnten wir dieses tun und der Designersessel böte sich von der Form her für Kamasutra-Positon Nr. 37 an' ... das kannst du doch vergessen...

Donnerstag, 24. Oktober 2013

{Zeitgeist} Tod der Lästerschwester...

Werfe neulich unfreiwillig einen Blick auf folgende Schlagzeile nebst dazugehörigem Beweisfoto: "Gammel-Britney ist zurück". Rechter Zeigefinger mausklickt schneller drauf als das Hirn sein Veto einlegen kann und schwupps... verspüre ich den dringenden Wunsch, jemanden zu verprügeln. Vielleicht mich, weil ich das gelesen habe? Ähm... nein. Eigentlich nicht. Eher den Schreiberling, der das verzapft hat und den giftigen Paparazzo, der die fotografische Lästergrundlage lieferte, gleich mit. Gammel-Britney... das schwere Vergehen der Flodder-Queen: Sie gönnt sich nach ihrer Tanzstunde kein Style-Upgrade - greift also unverzeihlicherweise nicht (!!!) zu dem Outfit, das sie in ihrem neuen Video trägt oder wenigstens zu etwas ähnlich Alltagstauglichem. Stattdessen schlumpft sie, Drama, Drama!, ungeschminkt und ohne Heels im Schluffi-Look aus dem Studio.

Oh! Mein! Gott! 


Ist es wahr?! Die Spears sieht nach einem Workout also nicht aus wie eine ... äh...  Edelprostituierte und ist so gar nicht das Püppchen, als das sie durch ihre Clips tänzelt?! Und sie verfügt noch nicht mal über den Anstand, das abzustylen... ich meine...  abzustreiten? Un-fass-bar! Sieht sie außerhalb des Rampenlichts möglicherweise generell eher wie ein normaler Mensch aus, der sich nicht  24/7 Gedanken um sein Outfit macht, ja, sich vielleicht überhaupt sehr wenig Gedanken über das Styling macht? Und der ohne die helfenden Hände von Hair- und Make-up-Artists sowie das Heer von Stylisten vielleicht ein bisschen überfordert ist? Weil es eine Sache ist, sich für sich selbst zu kleiden und eine komplett andere, immer einer Illusion - die getrost als "Die Geister, die ich rief" bezeichnet werden könnte - gerecht zu werden? Also nur mal so rein spekulativ ins Blaue hobbypsychologisiert...

Mittwoch, 23. Oktober 2013

{Wunderland} Zu viel des Guten ist böse...

...und macht böse. Nämlich mich. Wie kann es sein, dass in diesem Land so viel reglementiert wird und wir mit unsinnigen Ge- und Verboten genervt werden? Geh  nicht bei Rot über die Straße, setz den Fahrradhelm auf, denke nicht selbstständig oder um die falsche Ecke, iss vor dem Fahrstuhlfahren keine Bohnensuppe... bla, bla, bla. Da grummelt es gelegentlich ein bisschen zynisch in mir rum und ich motze: "Danke für die Fürsorge, aber dieses Leben wurde mir geschenkt. Mir allein. Lasst mich die Sachen einfach selbst ausprobieren... manche Dinge macht man halt nur einmal im Leben." Und da ich meines Wissens nach nicht suizidal unterwegs bin, probiere und teste ich mich halt überwiegend gesundheitskompatibel durch die Gegend. Erstaunlich finde ich allerdings, dass uns diese Verordnungen schaffende, hyperaktive und hochbezahlte Gluckenarmee, die sehr gerne sehr selbstgerecht die Moralkeule schwingt, zwar einerseits vor allem Unbill dieser Welt schützen möchte - andererseits jedoch mit gepflegter Blindheit geschlagen ist.